Ungewöhnliche Wege der Studienfinanzierung

14. April 2010 – 11:26

Das Thema Studiengebühren ist in Deutschland in nahezu aller Munde. Es geht um die Frage, wie vor allem Studieninteressenten aus einkommensschwachen Familien der Zugang zu einem Studium ermöglicht werden kann, ohne dass sich der Studierende auf Jahrzehnte verschulden muss oder sein Studium wegen Nicht-Finanzierbarkeit nach ein paar Semestern abbricht. Mit BAföG und dem neueren, zinsgünstigen Bildungskredit hat die Bundesregierung zwei Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung geschaffen, die aber bei weitem nicht ausreichen. Viele Studenten sind auf zusätzliche Wege der Studienfinanzierung angewiesen. Im Folgenden möchten wir daher zwei manchmal zu Unrecht außer Acht gelassene Möglichkeiten der Studienfinanzierung vorstellen. Egal, ob man sich für ein Werbung Studium oder ein Medizin Studium interessiert, für jegliche Studiengänge gibt es passende Angebote.

Grundlage: Die Kosten

Studieren ist nicht günstig. Durchschnittlich gibt ein deutscher Student im Monat allein 266 Euro für die Miete und 150 Euro für die Verpflegung aus. Dazu kommen Kosten für Telekommunikation (Handy, Festnetz, Internet), Kleidung, Lehrbücher und –material und natürlich auch noch für die ein oder andere Studentenparty. Insgesamt stehen da schnell Ausgaben von 700 – 800 Euro zu Buche.

Studienfinanzierung 1: Stipendien

Gut, diese Möglichkeit ist nicht unbekannt. Aber anscheinend trauen sich viel zu wenige Studieninteressenten, sich auf eines der zahlreichen Stipendien zu bewerben – jeder fünfte Stipendiengeber findet keine oder nicht genügend Stipendiaten. Informieren lohnt sich also auf jeden Fall. Man sollte sich dabei natürlich nicht auf die großen Institutionen, sondern eher auf kleine Stipendiengeber konzentrieren. Hier gibt es weiterführende Links zum Thema Stipendium.

Studienfinanzierung 2: Wohnen gegen Arbeit

Hierbei geht es um eine recht neuartige Form der Studienfinanzierung. Hilfsbedürftige, meist ältere Menschen stellen in ihrer Wohnung bzw. ihrem Haus ein Zimmer oder evtl. ein Appartement gegen Hilfsleistungen zur Verfügung. Die Faustformel lautet „Pro Quadratmeter eine Stunde Arbeit im Monat“. Diese Arbeit kann vom Einkaufen gehen über den Rasen mähen bin hin zur Unterstützung beim Frühjahrsputz gehen. Pflegende Tätigkeiten sind damit nicht gemeint. Im Gegenzug kann man als Student kostenlos wohnen und muss nur die geringen Nebenkosten zahlen. Vor allem in teuren Unistädten wie München oder Köln ist „Wohnen gegen Arbeit“ eine gute Möglichkeit, Kosten zu sparen und sein Studium zu finanzieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

_sidebar(); ?>