Tagesgeld oder Festgeld – wann welche Sparform?

19. Mai 2010 – 12:38

Sichere Sparformen wie Tages- oder Festgelder gehören seit Jahren zur Basisausrüstung versierter Sparer und Anleger. Besonders in den Zeiten der Finanzkrise 2008/2009 haben sie ihre ganze Stärke ausspielen können und in der Spitze Zinsen von vier Prozent und mehr pro Jahr eingebracht – wohlgemerkt zu einer Zeit, als die Indizes der Weltbörsen herbe Rückschläge einstecken mussten.

Doch wann entscheidet man sich für ein täglich verfügbares Tagesgeldkonto und wann für ein Festgeldkonto mit festgelegter Laufzeit?

Die Antwort darauf ist vielschichtig. Zum einen kann man beide Anlageformen unabhängig voneinander nutzen, um täglich verfügbares Geld in Form von Tagesgeld und momentan entbehrliche Liquidität auf einem Festgeldkonto zu parken. Zum anderen geht es darum, die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Marktzinsen richtig einzuschätzen.
Geht man von einem konstanten bzw. steigenden Zinsniveau aus, ist es ratsam, sein Geld nur auf einem Tagesgeldkonto zu parken, da Festgeld in diesem Fall keine Vorteile bringt, sondern sogar nachteilig sein kann, wenn das Zinsniveau gestiegen ist und man sein Geld noch immer fest gebunden hat, am Zinsanstieg also nicht partizipieren kann. Wie hoch die aktuellen Zinssätze beim Tagesgeld sind, kann man einem Tagesgeld-Vergleich wie dem des Fachportals tagesgeld.info entnehmen.

Rechnet man hingegen mit einem sinkenden Zinsniveau, ist die Wahl eines Festgeldkontos von Vorteil, da man sich damit das aktuell höhere Zinsniveau mittel- oder sogar langfristig sichern kann. Wie der Festgeld-Vergleich des Fachportals tagesgeld.info zeigt, sind inzwischen Laufzeiten bis zu zehn Jahren verfügbar und die Zinsen – insbesondere bei längeren Laufzeiten – sogar deutlich höher als die gleich lang laufender Bundesanleihen.

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