Strom Preisentwicklung

16. Mai 2010 – 18:27

Strom wird heutzutage nahezu in jeder Lebenssituation benötigt. Die Kosten für die Elektrizität in Wohnung oder Haus machen einen nicht unerheblichen Anteil an den Gesamtausgaben eines Haushaltes aus. Das ist kein Wunder, denn seit den 1970er Jahren sind die Strompreise für Verbraucher ständig gestiegen. Er wird anders in der Vergangenheit nicht mehr von einigen wenigen Monopolinhabern bestimmt, sondern unterliegt seit dem Beschluss des Liberalisierungsgesetzes von 1998 dem freien Wettbewerbsrecht. Dieser Sachverhalt sorgte zunächst dafür, dass die Strompreise für die Kunden fielen. Nach einiger Zeit konnten jedoch vier große Konzerne durch Zusammenschlüsse wieder den Markt bestimmen. Das hatte zur Folge, dass der Strompreis fünf Jahre nach der Einführung des Gesetzes wieder so hoch war wie zuvor, teilweise lag er sogar noch darüber.

Der Strompreis setzt sich aus drei Komponenten zusammen: den Kosten für die Stromerzeugung, den Kosten für den Transport und die Verteilung der Energie sowie den Steuern und Abgaben. Dabei machen Letztere mit rund 40 Prozent den größten Anteil am Preis aus. Auf die Netznutzung entfallen ungefähr 35 Prozent, auf die Energielieferung circa 25 Prozent.

Die Erhöhung von Steuern und Abgaben an den Staat durch verschiedene Verordnungen haben in den letzten Jahren in besonderem Maße dafür gesorgt, dass die Strompreise gestiegen sind. Beispielsweise erfolgte zum 1. Januar 2007 eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Hinzu kam die Erhebung der Ökosteuer, welche den Strompreis auf 2,05 Cent pro Kilowattstunde erhöhte. Auch die Einführung des , welches die Förderung der Produktion von Ökostrom zum Ziel hat, sorgte für weitere Strompreiserhöhungen. Nach diesem Gesetz sind die Netzbetreiber verpflichtet, Ökostrom zu einem Mindestpreis abzunehmen, der aber oftmals über dem Preis für konventionell erzeugten Strom liegt. Auch das ging zu Lasten der Verbraucher.

Da immer neue elektrische Geräte auf den Markt kommen und somit immer mehr Strom von den Menschen verbraucht wird, muss auch ständig mehr Strom erzeugt werden. Die Rohstoffe dafür werden immer knapper, was zu einer Erhöhung der Kosten für die Stromerzeugung und damit auch zu einer Anhebung des gesamten Strompreises führt. Am 1. Januar 2008 ist jedoch ein neues Kartellrecht in Kraft getreten, durch welches völlig überzogene Energiepreise verhindert werden können.

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