Informationen über das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland

13. September 2012 – 11:24

Made in GermanyDas Bruttoinlandsprodukt steht stellvertretend für den Erfolg von Volkswirtschaften. Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Halbjahr des Jahres eine Rezession vermeiden können, im ersten Quartal 2012 konnte das BIP sogar um 0,5 Prozent gesteigert werden. Noch vor wenigen Monaten zeigte sich ein anderes Bild. Das überraschende Wachstum im ersten Quartal hat einen deutlichen Erfolg zum Vorjahr gebracht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen den Monaten Januar bis März um mehr als 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies hat nun das statistische Bundesamt nach einer Schätzung mitgeteilt.

Zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wurden von der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 41 Personen betragt. Die Analysten gingen im Schnitt von einem Plus in Höhe von 0,1 Prozent aus, die Schätzungen reichten durchaus von -0,3% bis 0,2%. Das erzielte Plus von 0,5% liegt also deutlich über der Erwartung vieler Experten. Das zuversichtlich stimmende Ergebnis vom Bruttoinlandsprodukt kann die größte Volkswirtschaft in Europa vor allem der Kauflaune vieler Verbraucher sowie den gutlaufenden Exporten verdanken. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Exporte, im Gegensatz zu den Importen, deutlich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Darüber hinaus ist auch der bundesweite Konsum im Vergleich zum Vorquartal deutlich angestiegen.

Künftige Entwicklung des BIP in Deutschland

Die Erwartungen vieler Börsenprofis und Finanzexperten sehen alles andere als rosig aus. Aufgrund der verschärften Euro-Schuldenkrise wird die Entwicklung des BIP ausgesprochen kritisch betrachtet.

Bruttoinlandsprodukt Differenzierung

Spricht man vom Bruttoinlandprodukt, gilt es zwischen dem nominalen und realen BIP zu unterscheiden. Das nominale BIP gibt die Summe an, die bei der inländischen Wertschöpfung in aktuellen Marktpreisen geschöpft wird. Das BIP ist aus diesem Grund immer von den Veränderungen des Preisindexes abhängig. Bei einer Inflation steigt das nominale BIP, sodass auch die Marktpreise ansteigen. Bei einer Deflation sinkt hingegen das nominale BIP, sodass daraus folglich sinkende Marktpreise resultieren. Steigt die Inflationsrate in Deutschland beispielsweise um 5% an, so würde bei einer gleichbleibenden Güterproduktion auch das nominale BIP um fünf Prozent ansteigen. Damit das BIP unabhängig von den Preisen betrachtet werden kann, verwendet man das reale BIP, bei dem alle Waren und Dienstleistungen im Vergleich zu den Preisen eines Basisjahres gesehen werden.

Berechnung des BIP in Deutschland

Für die Berechnung des BIP kommen verschiedene Methoden infrage. Das Bruttoinlandsprodukt kann nach Entstehung, Verwendung oder Verteilung berechnet werden. Bei allen Berechnungen ergeben sich identische Ergebnisse. Bei der Entstehungsrechnung werden zunächst die Vorleistungen vom Produktionsprozess abgezogen, durch Addition von Gütersteuern und Subtraktion von Subventionen kann das BIP ermittelt werden. Nach der Verwendungsrechnung ergibt sich das Bruttoinlandsprodukt als die Summe aller Bruttoinvestitionsausgaben, Konsumausgaben und der Staatsausgaben, darüber hinaus werden auch die Außenbeiträge (Export-Import) erfasst. Zieht man vom BIP die Abschreibungen ab, so erhält man das Nettoinlandsprodukt.

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