Dispokredit vs. Kleinkredit – Wann lohnt sich was?

4. August 2010 – 14:27

Als Inhaber eines Girokontos mit einer Kreditlinie stellt sich bei jeder größeren Ausgabe die Frage, ob man diese lieber über einen geregelten Kleinkredit finanziert oder aber den eigenen Dispokredit dafür nutzt. Sehr viele Menschen nutzen in einer solchen Situation den eigenen Dispokredit, weil dieser sehr unkompliziert ist und dafür nicht extra ein Antrag gestellt werden muss. Trotzdem muss diese Entscheidung letztlich nicht unbedingt immer richtig sein und gerade deshalb wird nun aufgezeigt, wann welcher der beiden Kredite sinnvoll ist und welche Vorteile der Kleinkredit und der Dispokredit jeweils aufweisen.

Kleinere Ausgaben können gut mit dem Dispokredit abgedeckt werden

Ein Dispokredit ist normalerweise dazu da, dem Kontoinhaber etwas mehr Flexibilität einzuräumen, so dass dieser bei kleineren Liquiditätsengpässen nicht gleich in Zahlungsschwierigkeiten gerät und die eigenen Lebenshaltungskosten weiterhin stemmen kann. Aufgrund der verhältnismäßig hohen Zinsen, die für einen solchen Kredit berechnet werden, sollte man den Dispositionskredit nicht langfristig und auch nicht für größere Anschaffungen nutzen, auch wenn er den Vorteil aufweist, dass man ihn unkompliziert in Anspruch nehmen und die Rückzahlung selbst gestalten kann. Die Zinssätze für deinen Dispokredit liegen nicht selten bei über 12% pro Jahr, was natürlich entsprechend hohe Kosten mit sich bringt und langfristig den eigenen Geldbeutel erheblich belastet.

Ein Kleinkredit ist wesentlich günstiger zu bekommen

Ein Kredit bietet im Vergleich zu einem Dispokredit vor allem wesentlich geringere Zinsen, denn bei guter Bonität sind für kleine Kreditsummen bereits Kleinkredite ab 3-4% pro Jahr möglich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, planbare und größere Ausgaben auf jeden Fall über einen Kleinkredit zu finanzieren, um die Kosten möglichst gering zu halten. Spontankäufe oder fehlende Liquidität lassen sich hingegen mit einem solchen Kredit nur recht schwierig ausgleichen, weil man erst einen Antrag stellen muss und darüber hinaus eine feste monatliche Rückzahlungssumme einplanen muss.

Kleinkredit und Dispokredit haben jeweils ihre Berechtigung

Schaut man sich die beiden Kreditformen noch einmal genauer an, so bleibt festzuhalten, dass beide ihre Berechtigung haben. Natürlich ist dein Dispokredit recht teuer, kann dafür jedoch auch sehr flexibel genutzt werden. Ein Kleinkredit hingegen wartet mit sehr günstigen Zinsen auf, muss jedoch jedes Mal neu beantragt und mit einer festen Rate abgetragen werden. Um die Kosten gering zu halten, sollte man alle größeren Anschaffungen und die planbaren Geldabgänge über einen Kleinkredit absichern und nur in Notfällen auf den Dispokredit zurückgreifen, denn dieser ist wirklich sehr teuer. Nutzen Sie Ihren Dispokredit letztlich also wirklich nur als Notlösung, um Engpässe zu überbrücken und Sie werden merken, wie viel Geld Sie dabei sparen können.

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