Die Rechtsschutzversicherung mit ihren Bausteinen

5. Juli 2010 – 08:44

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt bestimmte Kosten, die durch einen Rechtsstreit verursacht werden. Kennzeichnend für diese Art von Versicherung ist dabei das so genannte Baukasten-Prinzip, denn es gibt verschiedene Arten bzw. Inhalte beim Rechtsschutz, welche sich der Versicherte selber nach eigenem Bedarf zusammenstellen kann.

Eine Rechtsschutzversicherung hat in erster Linie die Aufgabe, bestimmte Kosten zu übernehmen, die aufgrund eines Rechtsstreites zwischen dem Versicherten und einer anderen Partei entstehen können. Es gibt in diesem Zusammenhang drei Hauptkostenarten, welche nahezu von jeder Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden, nämlich das zu zahlende Anwaltshonorar, die bei einer Verhandlung entstehenden Gerichtskosten und etwaige Gebühren für Sachverständige und Gutachter. Wer den Rechtsstreit begonnen hat spielt keine Rolle, der Versicherte ist demnach sowohl als Klagender als auch als Beklagter geschützt. Welche Art von Rechtsschutz man selbst benötigt, hängt von den Lebensumständen und auch von der persönlichen Einstellung zum Risiko ab. Angeboten werden von den Versicherern verschiedene Bausteine innerhalb der Rechtsschutzversicherung, wie zu Beispiel Familien-Rechtsschutz (oftmals abgekürzt Familien-RS), der Berufs-RS, der Miet-RS oder auch der Verkehrs-RS. Für Selbstständige/Unternehmer wird zudem ein Firmen-Rechtsschutz angeboten.

Zumindest der Verkehrs-Rechtsschutz sollte in jeder Rechtsschutzversicherung vorhanden sein, da in dieser Sparte auch die meisten Rechtsstreitigkeiten entstehen und fast jeder Bürger ab und bis zu einem gewissen Alter am Straßenverkehr teilnimmt. Generell muss man aber ohnehin bei einem Rechtsschutz Versicherungsvergleich darauf achten, welche Rechtsschutz-Bausteine im jeweiligen Angebot enthalten sind. Ob beispielsweise auch der Einschluss des Bausteins Miet-RS sinnvoll ist hängt vor allem davon ab, ob der Versicherte Mieter oder Eigentümer einer Immobilie ist. Als Eigentümer macht der Miet-RS natürlich keine Sinn, es sein denn man vermietet die Immobilie, denn dann wiederum kommt der Vermieter-RS in Frage. Auf diese Art sollte man bereits vor einem Rechtsschutz Versicherungsvergleich die Bausteine nach und nach auf ihre sinnvolle Nutzung überprüfen. In erster Linie wird man bei einem durchzuführenden Rechtsschutz Versicherungsvergleich natürlich auf die Versicherungsprämie achten und Preise vergleichen. Dabei sollten dann auch mögliche Beitragsreduzierungen durch Selbstbeteiligungen oder durch angebotene „Bonusprogramme“ in Form einer Beitragsreduzierung nach X schadensfreien Jahren beachtet werden.

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