Der Treppenlift als Hilfe im Haushalt

20. Juni 2010 – 19:21

Sei es durch fehlende Kraft in hohem Alter oder eine Gehbehinderung –das Erreichen eines anderen Stockwerkes über eine Treppe, gerade in Privathaushalten, stellt sich oftmals als unmöglich dar.
Sehr häufig sind Treppen der Grund, weshalb alte Menschen ihr vertrautes Heim dauerhaft verlassen müssen oder es ganzen Familien verwehrt bleibt, ein mehrstöckiges Heim zu bewohnen, da ein Mitglied unter einer Gehbehinderung leidet.

Treppenlifte sind die ideale Lösung für jeden Menschen, dessen Alltag durch Stufen eingeschränkt wird. Sie können eingesetzt werden um Personen in ein anderes Stockwerk zu befördern oder aber um schwachen Menschen das Tragen schwerer Lasten zu ersparen.
Die wohl häufigste Treppenliftart ist der Sitzlift. Hier ist die Sitzvorrichtung direkt am Aufzug montiert, sodass sich die zu befördernde Person bequem sitzend in ein anderes Stockwerk fahren lassen kann. Für Rollstuhlfahrer sind so genannte Plattformlifte vorgesehen, welche Personen direkt im Rollstuhl befördern.

Angetrieben wird der Treppenlift von Elektromotoren, welche eine Mechanik aus Schienen und Zahnrädern in Bewegung setzen. Diese Vorrichtung wird an den Wänden der Treppe bzw. direkt auf den Stufen befestigt. Sichergestellt wird vor allem eine äußerst stabile Bauweise und eine absolut gerade Fläche, sodass keine Gefahr besteht, dass bewegungsbeschränkte Personen den Halt verlieren. Häufig verfügen Treppenlifte über neigbare Flächen, damit das Ein- und Aussteigen erleichtert wird.

Die Preise für Treppenlifte variieren sehr stark, da sie meist individuell an die Gegebenheiten einer Treppe angepasst werden müssen. Kurvige Verläufe sind zum Beispiel teurer als gerade. Je nach Länge sind Preise von 3.500 € bis 15.000 € möglich. Es sollte jedoch nie an der Qualität gespart werden, da so ein großes Gesundheitsrisiko entsteht. Leider übernehmen Krankenkassen in den meisten Fällen die Finanzierung eines Treppenliftes nicht, obwohl dieser das Unfallrisiko immens verringert. Es ist jedoch möglich, dass die Krankenkasse eine teilweise Kostenerstattung übernimmt. Soweit für die zu befördernde Person eine Pflegestufe vorliegt, beträgt der maximale Zuschuss der Krankenkasse etwa 2.500 €. Vor allem sollten umfangreich Preise verglichen werden, da auch ohne Qualitätsverlust große finanzielle Unterschiede ausgemacht werden können.

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