Was die Makroökonomie den Menschen lehrt

22. Juni 2011 – 13:16

Innerhalb der Volkswirtschaftslehre unterteilt man in zwei verschiedenen Wissensrichtungen. Dazu zählt neben der eher spezifisch auf haushalte und Unternehmen ausgerichtete Mikroökonomie vor allem die Makroökonomie. Diese untersucht die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge in einem Land und einer Gesellschaft. Dazu zählt neben der konkreten Untersuchung einzelner Staaten vor allem auch die Behandlung individueller Fragestellungen wie etwa der Entwicklung der Arbeitslosigkeit, der Staatsverschuldung und des Wirtschaftswachstums. Diese Fragen sind nicht nur theoretisch von hoher Bedeutung, sondern beschäftigen auch Wirtschaftspolitiker stark, da diese darauf aufbauend Entscheidungen für die weitere wirtschaftliche Situation in einem Lande aufbauen müssen.

Die Makroökonomie gliedert sich in den Bereich der offenen und geschlossenen Volkswirtschaftslehre. Während erstere noch weitere Staaten in die Beziehung miteingliedert, wird in der geschlossenen Variante nur der Staat ansich und nicht seine Beziehungen zum Ausland hinterfragt. Ein Staat ohne Ausland, ohne Export und Import ist jedoch kaum realistisch. Auch der internationale Kapitalverkehr und die Finanzmärkte sind Gegenstand der Untersuchungen dieser Wirtschaftsrichtung. Die Wurzeln der Makroökonomie liegen dabei nicht etwa wie man vermuten könnte in den USA sondern eher in Deutschland und Großbritannien. Ein bedeutender Wissenschafter war etwa John Keynes, der in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise erste wichtige Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und der wirtschaftlichen Lage erörtete.
Die makroökonomische Theorie ist nach wie vor stark im Wandel. Bedingt durch die Wirtschaftskrisen der letzten Zeit gewann diese Disziplin wieder an Ansehen und wird auch in den Medien stark und intensiv beachtet.

Die Welt der Makroökonomie wurde in den letzten Jahren stark durch US-Amerikanische Forscher geprägt. Dennoch gab es gerade in der Vorhersage der Wirtschaftskrisen in den USA und Europa große Differenzen bei den Wissenschaftlern. Viele waren sich sehr unsicher und prognostizierten nicht, dass es etwa im Jahre 2008 und 2009 zu einer solch gewaltigen Krise kam. Auch die Unsicherheiten bezüglich der Änderungen im fernen Asien, etwa in China oder Indien stellen die Forscher der Makroökonomie wieder vor große Herausforderungen, denen sie mit neuen Modellen begegnen müssen. Die Welt ist durch die Makroökonomie nicht besser geworden, aber die makroökonomische Theorie bemüht sich, diese verständlicher und begreifbarer zu machen.