Ablösung von UMTS/HSPA durch den Nachfolger LTE

23. Februar 2010 – 20:47

UMTS samt dessen „Erweiterung“ HSPA hat sich bereits seit einigen Jahren als Wahlmittel zur relativ schnellen Verbindung ins Internet für mobile Geräte etabliert. Sollten Sie diesen Service nutzen, können Sie Daten mit theoretischen 7,2 Mbit/s aus dem weltweiten Netz empfangen. In Ballungsgebieten oder etwas größeren Städten allgemein kommt diese Geschwindigkeit freilich selten zustande; stattdessen müssen Sie sich – je nach Nutzungsgrad in Ihrer näheren Umgebung – oft auch mit weniger als der Hälfte zufriedengeben.
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Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona, der allgemein als ein guter Indikator für die Technik Trends der nächsten Jahre gesehen werden kann, haben einige Betreiber immerhin HSPA+ vorgestellt, mithilfe dessen sich die Übertragungsgeschwindigkeit etwa verdreifachen lässt. Das klingt zwar recht ordentlich, wirkt allerdings mit der baldigen Einführung der neuen Netztechnik LTE etwas verspätet.

Falls Sie auch unterwegs auf wirklich viel Geschwindigkeit angewiesen sind, sollten Sie sich die Entwicklungen um LTE genauestens anschauen. Der neue Standard wird im Moment nur in internen Tests verschiedener Mobilfunkbetreiber weltweit getestet, mit Ausnahme von Stockholm und Oslo. In diesen beiden skandinavischen Hauptstädten läuft unter der Aufsicht von TeliaSonera gerade ein Pilotprojekt zur Netztechnik LTE, das Daten im Moment mit einer Geschwindigkeit von 100 Mbit/s auf Handys, Smartphones und andere mobile Geräte schicken kann. Diese Geschwindigkeit stellt das dar, was später im öffentlichen Betrieb wirklich erreicht werden soll.
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Bei 100 Mbit/s ist jedoch noch nicht aller Tage Abend. Theoretisch lassen die offiziellen Spezifikationen der Netztechnik LTE auch Geschwindigkeiten von über 360 Mbit/s zu. Ob diese bereits zu Anfang bereitgestellt werden, dürfte natürlich äußerst fraglich sein. Allerdings zeigen die Barometer der Technik Trends für die nächsten Jahre alle in Richtung LTE – sämtliche bedeutenden Netzbetreiber dieser Welt haben bereits angekündigt, für die nächsten Jahre auf diese rasante Schnittstelle zu setzen.

In Deutschland wird es wohl 2011 soweit sein. Dann dürfte die notwendige Hardware sowie die Infrastruktur bereitstehen, um sich der Netztechnik LTE vollständig annehmen zu können. Namhafte Hersteller wie Sony Ericsson oder auch LG Electronics haben bereits Handys und Smartphones angekündigt, LTE-Sticks zur Nutzung des neuen Standards für Notebooks sind ebenfalls in Planung oder befinden sich bereits in der Massenproduktion. Eines steht fest: UMTS samt HSPA kann sich auf harte Zeiten gefasst machen.

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